Fachartikel: Die Geschichte der europäischen Migrations- und Asylpolitik – ein Trauerspiel? Ein Planspiel zur Asylpolitik.

Holger-Michael Arndt und Markus W. Behne (2015)

in: Deutschland und Europa. Bricht Europa auseinander? Reichtum und Armut in Europa. Heft 69, S. 74-77

Zeit-online vertrat bereits am 11. Oktober 2013 die These: »Die Geschichte der europäischen Migrations- und Asylpolitik ist ein Trauerspiel«. Dies geschah insbesondere in Anbetracht der Flüchtlingskatastrophen vor der italienischen Insel Lampedusa und anderswo am Mittelmeer. Obwohl die Europäische Union sich schon früh auf eine gemeinsame, den europäischen Werten verpflichtete Flüchtlingspolitik verständigte, stellt sich die EU bis heute nicht nur aus der Sicht von Einreisewilligen immer noch als die »Festung Europa« dar. Die Zahl der Opfer, die bei dem Versuch, die Europäische Union zu erreichen, sterben, nimmt täglich zu. Ihre genaue Zahl ist unbekannt. Aber selbst die Grenzsicherungsorganisation der EU, »Frontex«, spricht von Zehntausenden. Dabei verschlechtert sich die Situation derer, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen auf den Weg nach Europa machen und den europäischen Boden und damit den vermeintlichen Schutz der Mitgliedstaaten der EU erreichen, von Monat zu Monat.

Das neue Planspiel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik des CIVIC-Instituts thematisiert die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Europa und die Frage, ob und wie eine gemeinsame europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik im Spannungsfeld von humanitärem Asylrecht und der Frage der Aufnahmebedingungen und Aufnahmewilligkeit der EU gestaltet sein könnte. Simuliert wird die EU-Gesetzgebung durch Kommission, Europäisches Parlament und Rat.

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