"High Speed.eu" und "Global Fashion" am 2. Mai 2018 an den Kaufmännischen Schulen in Rheine

Am 2. Mai 2018 wurden rund 50 Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schulen in Rheine für einige Stunden zu Mitgliedern der Europäischen Kommission, zu Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) und zu Regierungsvertretern einer Reihe von EU-Staaten im Ministerrat.

Die Schülerinnen und Schüler waren jeweils zur Hälfte Teilnehmer des Planspiels „HighSpeed.eu“ und des Planspiels „Global Fashion“ des CIVIC - Institut für internationale Bildung. Trotz unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung geht es in beiden Planspielen darum, die Schülerinnen und Schüler den Rechtssetzungsprozess der EU aus verschiedenen Perspektiven erleben zu lassen: ausgehend von einem Vorschlag der Europäischen Kommission versuchen die Mitglieder des EP und die Ministerinnen und Minister diesen Vorschlag nach ihren jeweiligen Interessen und Vorstellungen abzuändern.

Im Planspiel „HighSpeed.eu“ haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Ausbau des schnellen Internet auseinandergesetzt: Wer ist zuständig für die Förderung des Netzausbaus, die EU oder die Mitgliedstaaten selber? Welche Unternehmen sollen in welcher Höhe gefördert werden? Und wer entscheidet über die eingesetzte Technik: der Wettbewerb oder die Europäische Kommission einheitlich für alle Mitgliedstaaten?

Im Planspiel „Global Fashion“ ging es um den internationalen Handel im Bekleidungssektor: Welche Umwelt- und Sozialstandards kann und soll die EU auch weltweit durchsetzen? Welche Kennzeichnungsvorschriften sind aus Gründen des Verbraucherschutzes unerlässlich, welche verhindern nur unnötig den freien Warenverkehr?

In ihren jeweiligen Rollen haben alle Teilnehmenden mit großem Engagement versucht, ihre (Rollen)Interessen durchzusetzen – es wurde heiß debattiert, gestritten und um Kompromisse gerungen. Am Ende des Tages konnte leider nicht in beiden Gruppen ein neues Gesetz feierlich verkündet werden, was aber auch nicht ausgewiesenes Ziel dieses Tages war. Vielmehr ging es darum, die Funktionsweise der EU-Rechtssetzung kennenzulernen und die Herausforderungen und erforderlichen Anstrengungen für eine Einigung nicht nur zwischen sondern auch innerhalb der beteiligten Organe des Rechtsetzungsprozesses ein Stückweit selber zu erleben.

 

 

 

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