Planspiel „Destination Europe“ am 25. März 2019 in Friedrichshafen

An der Droste-Hülshoff-Schule Friedrichshafen hieß es für 35 Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen des Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums: „Die Asyl- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union wird nicht mehr hinter verschlossenen Türen verhandelt.“ Nach diesen einleitenden Worten der Europäischen Kommission debattierten das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union über den vorgelegten Vorschlag zur Gestaltung der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik – alle beteiligten europäischen Akteure, deren Positionen und Interaktionen wurden an diesem Tage verkörpert von den Schülerinnen und Schülern.

Während die Europäische Kommission mit Ihrer Gesetzesinitiative den Rahmen der Verhandlungen vorgab, forderten Rat und Parlament ein deutlicheres Zeichen gemeinsamen Handelns. So wurde in der ersten Lesung des Europäischen Parlaments die Schaffung menschenwürdiger Bedingungen sowie eine gute Integration für Flüchtlinge in der gesamten EU in den Gesetzesvorschlag eingearbeitet, die auch der Prüfung durch den Rat standhielten. Im Ministerrat dominierte der Gedanke europäischer Solidarität, dies bezog sich erstens auf die zu tragenden Kosten der neu geschaffenen EU-Agentur „AsylVer“, zweitens auf die Gestaltung des Verteilungsschlüssels von Flüchtlingen und drittens auf die Kostenübernahme von Rückführungen. Die Verordnung wurde schlussendlich in der zweiten Lesung des Rats der Europäischen Union verabschiedet.

Das Planspiel wurde vom CIVIC Institut in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg durchgeführt.