„KuK hin – KuK her“- eine Simulation mit und für die deutsche Minderheit

CIVIC GmbH (2015)

Was macht Margarete zu Małgorzata und was Jevgenij zu Eugen? Was ist zu tun, um „deutsch“ zu sein? Und was ist überhaupt „deutsch“? Um diese Fragen kreist die Simulation „KuK hin – KuK her“. Sie will helfen, Antworten zu finden, aber auch selbst Teil der Antwort sein. Vor allem für Vereine der deutschen Minderheit ist sie damit eine Chance, auf neue Ideen zu kommen. In erster Linie ist sie aber eine Chance, junge Deutsche anzuregen, zu begeistern, ja zum Mitzumachen einzuladen.

Die deutsche Minderheit in der malerischen Kleinstadt „St. Hannes“ ist in Aufruhr. Das Städtchen liegt in der ehemaligen sowjetischen Diktatur Krakosien. Nachdem der langjährige Vorsitzende des Minderheitenvereins nicht erneut für sein Amt kandidiert, wird ein Nachfolger gesucht. In St. Hannes streiten viele engagierte Vereinsmitglieder mit ganz unterschiedlichen Interessen darum, wie sich der Verein der größten Herausforderung seiner Geschichte stellen soll.

In diesem realitätsnahen Rahmen macht „KuK hin – KuK her“ erlebbar, was es bedeutet, unterschiedliche Positionen auszugleichen. Die Simulation zeigt also, was Politik bedeutet. Sie macht aber auch Dinge spannend, die vielleicht für manche vorher noch nicht interessant waren. Und wer sich der Herausforderung stellt, wird damit Teil von etwas Größerem – Teil der wichtigen Rolle, die die deutsche Minderheit als Mittler zwischen den Kulturen spielt. Grenzen zwischen unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Sprachen geraten immer wieder in den Blickpunkt. Doch gerade wenn dies geschieht, muss die Antwort ganz im Sinne Weizsäckers lauten, ihnen „ihren trennenden Charakter zu nehmen“. Wir laden Sie ein: Machen Sie mit, lassen Sie sich also überraschen und begeistern.

Die  Simulation wurde gemeinsam mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. entwickelt. Sie ist für Teilnehmende aller Altersgruppen geeignet und liegt in deutscher und russischer Sprache vor.